Ordenskalender 2015

Der Ordenskalender ist der Beitrag des Referats für die Kulturgüter zum Jahr der Orden 2015. Die Abbildungen zeigen Kulturgüter aus über 50 verschiedenen Gemeinschaften. Der Ordenskalender wird vom Referat für die Kulturgüter in Wertschätzung der Arbeit aller Ordensleute und ihrer MitarbeiterInnen herausgegeben, die mit und für ihre Gemeinschaft in Archiv, Bibliothek und Sammlungen arbeiten, um das kulturelle Erbe der österreichischen Orden zu erhalten und zugänglich zu machen.
Der Ordenskalender 2015 ist ein Taschenkalender im Format 11 x 15 cm. Er enthält im Kalenderteil Wochenübersichten (Dezember 2014 bis Dezember 2015) mit den wichtigsten Festen und Gedenktagen österreichischer Ordensgemeinschaften sowie farbige Abbildungen, die Motive aus dem kulturellen Erbe der Orden in Österreich zeigen. Der Textteil enthält Zitate von Ordensgründern, eine Liste von Ordensabkürzungen sowie Bibel- und Konzilstexte über das Ordensleben. Der Ordenskalender ist ein praktischer Terminkalender, der das ganze Jahr verwendet werden kann.
Die Rhythmisierung der Zeit ist ein wichtiger Teil von Ordensleben, nicht nur im Tagesablauf mit seinem Wechsel von Gebet und Arbeit, sondern auch im Jahreskreis. Jede Gemeinschaft hat zusätzlich zum liturgischen Kalender eigene Feste und Gedenktage. An den Tagen des Gedenkens an Stifter und Gründer und an den Festen von Schutzpatronen und Kirchweihen setzen Gemeinschaften Zeichen für ihre jeweils besondere Spiritualität und ihr je eigenes Apostolat. Und sie laden andere ein, mit ihnen diese Tage und Feste zu verleben und feierlich zu gestalten.
Der Ordenskalender macht aufmerksam auf diese Gedenk- und Festtradition der Ordensgemeinschaften. Im Jahr der Orden sind es diese besonderen „Ordens-Zeiten“, die erstmals gemeinsam in einem Kalender präsentiert werden.

Kalenderteil:
Über 300 verschiedene Gedenktage und Feste von Ordensgemeinschaften sind im Kalender verzeichnet, von 200 österreichischen Ordensgemeinschaften und Klöstern, die Mitglied der Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften Österreichs oder der Vereinigung der Frauenorden Österreichs sind, und den neun Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft der Österreichischen Säkularinstitute. Aus den liturgischen Kalendern, die uns von den Orden und Säkularinstituten zur Verfügung gestellt wurden, hat die Redaktion die wichtigsten Tage ausgewählt: das Gedenken an einen Ordensgründer oder eine Ordensgründerin, an Stifterinnen und Stifter von Klöstern, Gründungstage von Gemeinschaften, Festtage von Schutzpatronen und den wichtigsten Ordensheiligen, Ordenspatrozinien und Titelfeste. In der Zusammenschau ergibt das ein faszinierend buntes Bild.
Textteil:
Im Textteil weisen wir auf das besondere Jubiläum hin, welches wir im Jahr der Orden 2015 begehen, nämlich 50 Jahre Konzilsdekret „Perfectae caritatis“ über die zeitgemäße Erneuerung des Ordenslebens (2. Vatikanisches Konzil, 28. Oktober 1965). Wir bringen im Kalender einige kurze Ausschnitte aus dem Dekret sowie Stellen aus den Evangelien, die sich auf eine Christusnachfolge beziehen, wie sie Ordensleute zu verwirklichen suchen. Im Kalenderteil gibt es weiters Zitate und Aussprüche von Ordensgründerinnen und Ordensgründern.
Im Anhang findet sich dann noch eine Liste mit allen Ordensabkürzungen und natürlich deren Auflösung.
Bildteil:
Der Kalender enthält 60 ganzseitige farbige Abbildungen, die Kunst und Kultur der Orden in Österreich zeigen. Das älteste Motiv ist die älteste, in einem österreichischen Kloster verwahrte Überlieferung der Benediktregel, eine Handschrift der Stiftsbibliothek Melk aus dem 12. Jahrhundert, das jüngste Motiv ist eine Fotoserie aus dem Besitz der Missionarinnen Christi, in denen sich eine junge Künstlerin mit der Gottesmutter auseinandersetzt. Dazwischen gibt es barocke Gemälde, historische Fotos, Graphiken und Vasa sacra, Plastiken und Autographen, aber auch etliches aus dem Ordensalltag, wie ein alter Gürtelanhänger für Schlüssel, der früher zur Tracht der Barmherzigen Schwestern gehörte, oder wie die „Ringelen“, die die Kapuziner einstmals bei Bettelgängen verteilten. Es sind oft unbekannte Dinge, die hier gezeigt werden und die klösterliche Sammlungskustoden aus Depots geholt haben, um sie uns für den Kalender zur Verfügung zu stellen, oder auch ungewöhnliche, wie der Tanzschmuck aus Papua-Neuguinea aus dem Missionshaus St. Gabriel.
In dieser materiellen Seite von Ordensleben wird auf sehr anschauliche Weise die große und unglaublich vitale Tradition österreichischen geweihten Lebens erfahrbar.
Eine Gabe zum Jahr der Orden
Die Produktion des Kalenders (Druck und Layout) kostet ungefähr 2,50 Euro. Wir wollen den Kalender aber nicht verkaufen, sondern der Kalender ist die Gabe der Orden zum Jahr der Orden. Wir laden alle, die den Ordenskalender verwenden und Gefallen daran finden, ein, eine Spende an ein Hilfswerk österreichischer Ordensgemeinschaften zu geben. Es sind zwei Projekte, in denen jeweils mehrere Ordensgemeinschaften beteiligt sein, im Kalender mit Spendenkonto angegeben. Der Ordenskalender 2015 ist damit auch gleichzeitig eine Unterstützung der Ordensgemeinschaften Österreich für soziale Anliegen.
Der Kalender ist nicht nur für Ordensleute gedacht, sondern wird von den einzelnen Orden als Zeichen im Jahr der Orden weitergegeben werden: an Freunde der Gemeinschaft, an Wohltäter, an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, an Lehrer in Ordensschulen, an Helfer in den Pfarren, an Personal in den Krankenhäusern und anderen Werken.
Sie möchten auch einen Ordenskalender? Wenden Sie sich an ein Kloster in Ihrer Nähe.