Ordensgemeinschaften begehen Jubiläumsfeiern

Vor 100 Jahren kamen die ersten Steyler Missionsschwestern nach Österreich. Die Schwestern ließen sich bei Stockerau an der Stelle nieder, wo bis zur Aufhebung durch Kaiser Joseph II. ein Franziskanerkloster bestanden hatte. Daraufhin begann für die Schwestern aus dem niederländischen Steyler mühsame Aufbau des Gebäudes, bevor diese im April 1912 das neu gegründete St. Koloman-Kloster beziehen konnten. Lange Zeit war St. Koloman Ausbildungsstätte für junge Frauen und seit 1917 ist das Kloster auch Sitz der österreichischen Provinz. Die ersten Jahre waren mehr von der Pflege der Kriegsverwundeten als von der Mission geprägt, doch bald eröffnete ein Kindergarten und ab 1926 fanden Exerzitien und Einkehrtage statt. Durch das Regime der Nationalsozialisten wurde der Aufschwung jäh gestoppt, 1940 folgte die Schließung des Klosters. Nach dem Krieg begannen die Aufbauarbeiten und zunehmend konnten auch Schwestern in die Mission geschickt werden. Dieses Jahr feiern die Schwestern ihr rundes Jubiläum und hoffen nach den Nachwuchsschwierigkeiten der letzten Jahrzehnte auf neuen Aufschwung.
130 Jahre Mariannhill

Das Missionskloster Mariannhill in Südafrika feiert dieses Jahr sein 130jähriges Bestehen.1882 gründete der Trappistenabt Franz Pfanner OCR (1825-1909), ein gebürtiger Vorarlberger, in Mariannhill in der Nähe von Durban in Südafrika ein Trappistenkloster. 1909 wurde das Kloster aus dem Verband der Trappisten gelöst und die Kongregation der Missionare von Mariannhill (Congregatio Missionarium de Mariannhill, CMM) wurde als selbstständiges Ordensinstitut eingerichtet.1886 wurde die erste Niederlassung des Ordens in Österreich in Linz gegründet, 1936 erwarben die Mariannhiller Missionare das Schloss Riedegg (Gallneukirchen), um es als Missionszentrum auszubauen. In Österreich sind die Mariannhiller Missionare als Seelsorger oder in Pfarren tätig. Im Jahr 2012 gedenken die Missionare der Gründung der ersten Niederlassung in Mariannhill vor 130 Jahren.
120 Jahre Salvatorianer

1881 gründete der junge deutsche Priester Johann Baptist Jordan (1848-1918) in Rom eine „Apostolische Lehrgesellschaft“, welche seit 1893 eine „Gesellschaft des Göttlichen Heilands“ (Societas Divini Salvatoris, SDS) für ein Apostolat in der Glaubensverkündigung wurde. In Deutschland waren neue Ordensniederlassungen wegen des Kulturkampfes nicht möglich, weswegen P. Jordan nach einer Gründung in der österreichisch-ungarischen Monarchie strebte. Vor genau 120 Jahren erfolgte dann1892 die erste Kollegsgründung des Ordens im deutschen Sprachraum in Wien-Favoriten (Apostelpfarre). Einige Jahre später (1908) wurde die Provinz Österreich-Ungarn gegründet, welche durch den 1. Weltkrieg ein baldiges Ende fand. Im Jahr 1923 übernahm der Orden einige Pfarren in Österreich und die Niederlassungen und Pfarren der Barnabiten in der Erzdiözese Wien. Im gleichen Jahr wurde die österreichische Provinz errichtet. Heuer feiern die Salvatorianer das 120jährige Bestehen der ersten deutschsprachigen Gründung „Apostelpfarre“ im 10. Wiener Gemeindebezirk.