Fachliteratur

Papier

Man könnte meinen, ein Buch über die Geschichte und die Beschaffenheit des Papiers müsse per se eine trockene Angelegenheit sein, zumindest eine technische. Das nunmehr in Paperback erschienene Buch des Feuilletonisten Lother Müller beweist das Gegenteil. Müller versorgt seine Leser mit einer Fülle an Wissenswertem zu allen Aspekten des Papiers und seiner Rolle in der Geschichte der Menschheit – angefangen von seiner Erfindung in Asien und Arabien über den Aufstieg zu Aktenbergen in Europa, von der Druckerpresse über den Zettelkasten bis zur Laterna magica.

Drei im Blau

Der Vorsitzende der Jury des Otto Mauer-Preises für zeitgenössische Kunst und Leiter der Wiener Kunsträume JesuitenFoyer und Zacherlfabrik Gustav Schörghofer SJ ist überzeugt, „dass der Glaube von der Kunst viel lernen kann, wenn sie ihn das Fremde betrachten lehrt“.

Kirchliches Bibliotheksgut in Österreich

Karin Schamberger, Salzburger Diözesanbibliothekarin und Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft katholisch-theologischer Bibliotheken in Österreich, hat ihre Abschlussarbeit am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin dem Thema „Bestandssicherung von historischem kirchlichen Bibliotheksgut in Österreich“ gewidmet.

Österreichische Archivgeschichte

Michael Hochedlinger beschreibt die Entwicklung der Archive der Habsburgermonarchie: Aus Instrumenten der Herrschaft sind im 19. Jahrhundert Quellenlager der Geschichtsforschung geworden. Von den mittelalterlichen Urkundenschätzen bis zu den Herausforderungen des digitalen Zeitalters reichen die fachkundlichen, anschaulichen und griffigen Ausführungen des Autors. Im Zentrum stehen die großen Zentralarchive, also das Österreichische Staatsarchiv und die Landesarchive.

Katholische Leichenpredigten

Zu den frühneuzeitlichen katholischen Leichenpredigten in Österreich legten Birgit Boge und Ralf Georg Bogner 1999 einen opulenten Band vor und betraten damit quellenkundliches Neuland. Das vorliegende Werk von Georg Schrott setzt die Bemühungen um die katholischen Leichenpredigten für das Nachbarland Bayern fort. Die Drucklegung dieser an der Universität Regensburg approbierten Dissertation bringt ein echtes Standardwerk in die heimischen Bücherregale.

Ordenslexikon

Das „Dizionario degli istituti di perfezione“ ist ein Lexikon über alle Orden der christlichen Kirchen. Es wurde 1974 bis 2003 in zehn Bänden von der Religiosenkongregation in italienischer Sprache herausgegeben. Als umfassendes Nachschlagewerk für weltweit alle Ordensgemeinschaften, ihre Stifter, berühmten Vertreter und vielfältigen Formen steht das Dizionario einzigartig da.

Buchraub in Salzburg

Die Universitätsbibliothek Salzburg hat begonnen, sich näher mit der Herkunft ihres Buchbestands zu beschäftigen und dabei festgestellt, dass etliche Bücher von den Nazis zwischen 1938 und 1945 aus katholischen Bibliotheken geraubt worden waren. Einige der identifizierten Bücher wurden an die Stiftsbibliotheken von Michaelbeuern und von St. Peter restituiert. Weitere Ergebnisse der Salzburger Provenienzforschung sind nachzulesen in der Publikation „Buchraub in Salzburg“, die am 16.10.2012 erschienen ist.

Neue Bücher aus Ordensarchiven

Totenroteln
Gerald Hirtner, der Archivar der Erzabtei St. Peter, hat seine Disseration über die Totenrotelsammlung des Klosters in der Reihe „Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seinerZweige“ herausgebracht und damit die erste Monographie zu neuzeitlichen Totenroteln vorgelegt.